Kesseltaler Schützenkompanie

 

Die Vorderladerkompanie des Schützenvereins Kesseltal Bissingen
Seit dem Jahre 1995 gibt es im Verein eine Vorderladerkompanie. Sie beruht auf dem schriftlichen Nachweis aus dem Archiv des fürstlichen Hauses zu Oettingen-Wallerstein, sowie des Staatsarchivs in Ingolstadt. In der Vereinschronik ist  das Schützenwesen in Bissingen aufgeführt. Nach dem 30jährigen Krieg (1618-1648) herrschte im Lande Unsicherheit, Raub, Mord und Totschlag drohten. Ehemalige entwurzelte Soldaten zogen marodierend durch das Land. Die Bevölkerung griff notgedrungen zur Selbsthilfe. In den Orten bildeten sich Schutzorganisationen. Mit aufgegriffenen Untätern wurde kurzer Prozess gemacht. Mit der Zeit entwickelten sich aus den provisorischen Schutzgruppen gut organisierte Bürgerwehren, die wohl die Vorläufer der Schützengilden und Schützenvereine waren.

1995 erfolgte die komplette Neueinkleidung des Vereins, auch im Hinblick auf das hundertjährige Gründungsfest, welches 1997 gefeiert wurde. So tragen z.Z. 94 Männer und Frauen eine einheitliche Vereinskleidung, natürlich alle mit Hut. Diese Kleidung ist satzungsgemäß geregelt.
Die Vorderladerschützen tragen die selbe Kleidung wie alle übrigen Vereinsmitglieder. Hinzu kommen noch ca. 20 Kinder, ebenfalls in derselben Vereins-Kleidung und sorgen für ein großartiges Erscheinungsbild.

Alle Vorderladerschützen, z.Z. 30 Männer, sind im Besitz von eigenen Waffen und den behördlichen Genehmigungen. Vervollständigt wird die Kompanie von drei Marketenderinnen, der Fahnenabordnung und dem Hauptmann (Schützenmeister).
Die Kompanie rückt in der Regel mit dem Verein aus, teilweise auch solo.