Chronik
des Schützenvereins
Kesseltal Bissingen e.V.
 
Vereinsgründung am 10. Januar 1896
Die Gründung der "Zimmerstutzen Schützengesellschaft Bissingen" erfolgte am 10. Januar 1896 im Gasthof "Zur Post" in Bissingen, als sich 12 Männer aus Freude am sportlichen Schießen zu dieser Gemeinschaft zusammenschlossen. Gründungsmitglied und Posthalter Josef Schiele stellte seinen Gasthof als Vereinslokal zur Verfügung.
Der Forstgehilfe Hugo Präg als 1. Vorstand und der Lehrer Anton Remmele als Schriftführer und Kassierer wurden von den Anwesenden mit der Vereinsführung beauftragt. Hugo Präg stammte aus Kösingen, wo sein Sohn bis in die 80er Jahre Bürgermeister in dieser Gemeinde war. Lehrer Remmele gründete auch in Bollstadt 1886 den dortigen Schützenverein mit, ehe er nach Bissingen als Lehrer kam.
Nach der Entrichtung des Beitrittsgeldes von 1 Mark (das war der Gegenwert von 5 Maß Bier!), bezog der erst drei Tage junge Verein bereits am 14. Januar 1 Scheibe mit Figur, 8 Ehrenscheiben verschiedener Größen, sowie Kapseln und Kugeln, damit am 17. Januar der erste Schießabend stattfinden konnte.
Vereinsgründung 1896

 

 
 
Vereinwidergründung im Jahre 1959
In den 50er Jahren fanden erneut Sportschützen zueinander, die gemeinsam in einem Verein den Schießsport ausüben wollten. Deshalb wurde am 4. Januar 1959 im Gasthaus "Linder" in Buggenhofen der Schützenverein von 18 am Schießen interessierten Männern "wiedergegründet".
Die Gründungsmitglieder gaben dem Verein den Namen "Schützenverein Kesseltal Bissingen". Der Beitritt kostete - wie bei der Gründung am 10. Januar 1896 - eine Deutsche Mark.
Die Wahl zur Vorstandschaft erbrachte folgendes Ergebnis:
1. Schützenmeister Timoth Kapfer
2. Schützenmeister Franz Langer
Schriftführer und Kassierer Franz Petter
Kurz darauf wurde an einem Schießstand, der immer wieder auf- und abgebaut werden musste, der Schießbetrieb wieder aufgenommen. An den Schießabenden wurde jeweils eine Ehrenscheibe herausgeschossen, wobei der Sieger eine neue Scheibe stiften musste. Bereits im Jahre 1960 wählten die Schützen den Gasthof "Krone" in Bissingen zu ihrem Vereinslokal und entwickelten dort unter einer rührigen Vorstandschaft ein aktives Vereinsleben, das - wie in früherer Zeit - alt und jung, Schützen und Angehörige gleichermaßen durch Oster- und Königsschießen, Faschingsbälle, Erntedanktänze und Weihnachtsfeiern begeisterte, was auch in den wachsenden Mitgliederzahlen zum Ausdruck kam.
Im Jahre 1963 geht der lange gehegte Wunsch der Mitglieder nach einer eigenen Vereinsfahne in Erfüllung. Der Leitsatz der neuen Fahne "MIT GOTT, GLAUBE UND TUGEND ZUR ERTÜCHTIGUNG DER JUGEND"
Vereinswidergründung 1959
 
Schützenheim im Gasthof "Krone" 1967
Ein weiterer wichtiger Abschnitt im Vereinsgeschehen war die Weihe des neuen Schützenheimes, am 3. Juni 1967 im Gasthof Krone, wo nun an sechs Zugständen auf eine Entfernung von 10 Metern geschossen werden konnte. "Kronenwirt" Michael Hiltner hatte im Rahmen des Erweiterungsbaues eine geeignete Räumlichkeit zur Verfügung gestellt. Die Vereinsmitglieder schufen in vielen freiwilligen Arbeitsstunden ihr Heim und setzten damit ein weiteres Zeichen für eine positive Vereinsentwicklung.
Im Jahre 1967 wurde in Bissingen das Gauschießen durchgeführt und 1968 fand die Gau-Generalversammlung statt. In den Jahren 1971/72 wurde der Schießstand umgebaut und modernisiert.
 
Schützenwallfahrt nach Buggenhofen im August 1981
Neben der Fahnenweihe, im Jahre 1963, bildete die Schützenwallfahrt nach Buggenhofen, im August 1981, einen weiteren Höhepunkt im Vereinsleben der Bissinger Schützen. An der vorbildlich organisierten und durchgeführten Veranstaltung, die im schwäbischen Schützenwesen bisher einmalig war, nahmen 40 Schützenvereine aus den vier Schützengauen Nordschwabens teil: Donau-Ries, Ries, Donau-Brenz-Egau und Wertingen.
Gottesdienst an der Zigeunereiche  Schützenwallfahrt 
 
Das 90jährige Gründungsfest
Vom 4. bis 7. Juli 1986 wurde das 90jährige Gründungsfest in einem großen Rahmen gefeiert. So war das Bierzelt auf dem Krone-Parkplatz alle vier Tage sehr gut besucht.
Insgesamt kamen an diesen Festtagen 90 Vereine ins Kesseltal.
Patenverein waren die Tell-Grenz-Schützen aus Donaumünster-Erlingshofen.
Am Samstag war wieder die Speckbacher Schützenkompanie als "Ehrenkompanie" ins Kesseltal gekommen und sorgte dort für große Begeisterung. Den Samstagabend gestaltete das "Original Berglandecho" und machte diesen Abend für viele zu einem unvergessenen Erlebnis, was Unterhaltung und volksmusikalische Schmankerl anbelangte.
Vereinsfoto 1986  Im Festzelt
 
Das 100jährige Gründungsfest
Unser größtes Jubiläum in der Vereinsgeschichte des Schützenvereins Kesseltal Bissingen feierte man vom 13. bis 16.06.1997: das 100jährige Gründungsfest der Kesseltal Schützen.
Schon wie vor 10 Jahren, war man bemüht etwas besonderes auf die Beine zu stellen.
Am Freitag begann man mit "Rock im Zelt", das unter der jungen Generation ein voller Erfolg wurde.
Der Samstag war der große Empfang unserer Freunde aus Hall in Tirol die "Speckbacher Schützenkompanie" und die Begrüßung des Patenvereins "Tell Grenz Schützen" aus Erlinghofen. Am Abend spielten auf die österreichische Stimmungskapelle "D`Penzenstoana", die das voll besetzte Zelt zum schwanken brachten.
Der Sonntag, der den Höhepunkt des Festes bildete, begann mit dem Weckruf Empfang der Vereine im Festzelt und dem anschließenden Gottesdienstes auf dem Betriebsgelände der Auerquelle Bissingen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen nahmen insgesamt 150 Vereine, Gruppen, Musikkapellen, Gebirgsschützen, historische Gruppen,
Gespanne, Fuhrwerke und örtliche Vereine Aufstellung zu einem historischen Festumzug "D`s Landleben".
Am Montag brachte der Holzsägewettbewerb ein großartiges Fest zum Ausklingen, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Festzug 100jähriges 1997  Vereinsfoto 1997